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KI in der Weiterbildung
So wird sie zum Lernbegleiter und Sparringspartner
Ist ein Seminar heute noch ohne künstliche Intelligenz denkbar? Und wie lässt sich KI so in Weiterbildung integrieren, dass sie Lernen unterstützt, ohne persönliche Lernerfahrungen und den Austausch mit anderen zu ersetzen? KI wird persönliches Lernen nicht ersetzen. Sie kann aber zum Sparringspartner, Lernbegleiter bzw. Lernbuddy werden. Und Teilnehmende dabei unterstützen, Wissen zu vertiefen, neue Ideen und Perspektiven zu entwickeln und einen nachhaltigen Transfer des Gelernten in den Arbeitsalltag zu meistern.
Insights von Lernbegleiter Christian Konz
(ibo Podcast | Episode 68)
Künstliche Intelligenz (KI) verändert, wie wir arbeiten und auch, wie wir lernen. Welche Rolle kann sie in Seminaren und Lernreisen spielen?
Christian Konz, Geschäftsführer der ibo Akademie, erzählt im Gespräch mit Katja Bach wie KI zum Lernbegleiter, Sparringspartner und Lernbuddy werden kann. Dabei geht es ihm nicht darum, persönliches Lernen zu ersetzen, sondern Wissen zu vertiefen, neue Ideen zu entwickeln und den Transfer in den Arbeitsalltag zu unterstützen.
Christian stellt iboGPT vor, die datenschutzkonforme KI-Plattform der ibo Akademie. Sie begleitet Teilnehmende in den Seminaren und Lernreisen, bietet Zugriff auf verschiedene Sprachmodelle und themenspezifische KI-Assistenten auf Basis des ibo-Wissen.
Christians Empfehlung: ausprobieren, reflektieren und herausfinden, wie KI den eigenen Lern- und Arbeitsprozess sinnvoll unterstützen kann.
Hör rein, wenn du dich für KI-gestütztes Lernen interessierst!
Interessant für...
Die Episode richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die sich beruflich weiterentwickeln und KI sinnvoll, reflektiert und sicher in Lern- und Arbeitsprozesse integrieren möchten.
Außerdem sind Weiterbildungsverantwortliche und Entscheider:innen in Unternehmen angesprochen, die sich damit beschäftigen, wie Lernen und Weiterbildung durch KI verändert werden und welche Anforderungen dabei an Datenschutz, Datensicherheit und KI-Governance entstehen.

Über die Podcaster:innen
Christian Konz ist Trainer, Coach und Experte für Organisationsentwicklung, der Teams leidenschaftlich gerne in (agilen) Transformationen begleitet. Aus diesen Rollen heraus, aber auch als Geschäftsführer der ibo Akademie, hat er das Thema Künstliche Intelligenz zur Chefsache erklärt, um die Potenziale und die Innnovationskraft von KI rechtssicher nutzen zu können. Host Katja Bach bewegt sich als Marketing Manager:in täglich in diesem Spannungsfeld, da die Nutzung von Künstlicher Intelligenz in allen Bereichen des Marketing und der Kommunikation bereits selbstverständlich ist.
Und wenn wir jetzt einfach mal, dass uns ja gar nicht möglich jetzt mal drei Jahre vorspulen würden: wie sieht dann Lernen aus?
Ich möchte mich einfach auf den nächsten wichtigen Schritt einlassen wollen. Und das empfehle ich auch jedem Teilnehmenden. Lasst euch darauf ein, probiert es aus. Ihr seid in einem sicheren Rahmen. Ihr könnt nichts kaputt, nichts verkehrt, nichts falsch machen, Ihr könnt nur dazulernen!
Christian Konz
Die wichtigsten Aussagen aus dem Podcast
1. KI ersetzt persönliches Lernen nicht
Persönliche Lernerfahrungen, Reflexion und die Auseinandersetzung mit neuen Themen bleiben entscheidend. KI ergänzt diesen Prozess als Lernbegleiter und Sparringspartner, sie übernimmt ihn nicht.
2. Aus Wissen wird schneller Anwendung
KI kann bei konkreten Aufgaben unterstützen – etwa bei Projektplänen, Customer Journeys, Prozess- und Strukturanalysen, Workshopvorbereitungen oder Kick-offs. Im Podcast berichtet Christian beispielsweise von einer Teilnehmergruppe, die innerhalb von 45 Minuten eine funktionsfähige App entwickelt hat.
Entscheidend bleibt dabei die Frage: Ist das Ergebnis sinnvoll und hilfreich? Die Kompetenz der Teilnehmenden besteht auch darin, KI-Ergebnisse zu prüfen, einzuordnen und gegebenenfalls weiterzuentwickeln.
3. KI-Plattform iboGPT schafft einen geschützten Raum für das Lernen mit KI
Teilnehmende erhalten in entsprechenden Lernreisen einen persönlichen Bereich innerhalb der KI-Plattform iboGPT. Dort können sie mit KI arbeiten, eigene Systemprompts, Assistenten und Workflows entwickeln und unterschiedliche Sprachmodelle ausprobieren.
Zur Plattform gehören außerdem themenorientierte KI-Assistenten mit ibo-Wissen, beispielsweise aus Arbeitshilfen, Workbooks und Büchern der ibo-Schriftenreihe. So können Fragestellungen aus fachlichen Bereichen wie Prozessmanagement, Projektmanagement, Business Analyse, Change, Transformation oder Aufbauorganisation gezielt bearbeitet werden.
4. Verschiedene Sprachmodelle ermöglichen Vergleiche
Die vielen Sprachmodelle sind normalerweise nicht nebeneinander nutzbar. Über iboGPT können Teilnehmende auf unterschiedliche Sprachmodelle zugreifen. So lässt sich ausprobieren, welches Modell für welche Fragestellung die hilfreichsten Ergebnisse liefert. So wird auch der bewusste Umgang mit unterschiedlichen Modellen Teil des Lernprozesses.
5. Lernbuddy begleitet individuell
Ein Lernbuddy kann zeit- und ortsunabhängig genutzt werden. Er kann zum Beispiel Inhalte vergangener Module zusammenfassen, auf das nächste Modul vorbereiten, Vertiefungsmöglichkeiten aufzeigen oder bei der Vorbereitung auf eine Prüfung oder zertifikatsrelevante Aufgabe unterstützen.
Gleichzeitig können Teilnehmende ihn so gestalten, dass er auch im Arbeitsalltag weiterhilft – beispielsweise bei Konzepten, Workshopvorbereitungen oder anderen wiederkehrenden Aufgaben.
6. Lernen mit KI bleibt gemeinsames Lernen
Der Einsatz von KI bedeutet nicht, dass Gruppenarbeit und Interaktion an Bedeutung verlieren. Im Gegenteil: Gerade der Austausch darüber, wie Aufgaben gelöst wurden, wie KI-Ergebnisse bewertet werden und wo Menschen zu anderen Einschätzungen kommen, ist Teil des Lernprozesses.
Für Christian ist wichtig, dass Teilnehmende KI in einem geschützten Lernraum ausprobieren und sich gemeinsam mit anderen neue Möglichkeiten erschließen können.
7. Datenschutz und Datensicherheit gehören dazu
iboGPT ist auch für Lernkontexte gedacht, in denen hohe Anforderungen an Datenschutz, Datensicherheit und KI-Governance bestehen. Im Podcast beschreibt Christian unter anderem Schutzmechanismen wie einen zunächst deaktivierten Internetzugriff, Einschränkungen bei personenbezogenen Daten sowie Rechtekonzepte für den Zugriff auf weitere Datenquellen.
8. Nach dem Seminar muss nicht Schluss sein
Während der Seminardauer steht iboGPT den Teilnehmenden zur Verfügung. Wer anschließend weiter mit seinen Chatverläufen, Ergebnissen, Assistenten und Workflows arbeiten möchte, kann sich für ein Abonnement entscheiden und iboGPT weiter nutzen.
Damit kann aus dem Einsatz im Seminar ein kontinuierlicher Lern- und Entwicklungsprozess entstehen, der auch in den eigenen Arbeitsalltag, das Team oder die Organisation hineinwirkt.
Aber eine ganz wichtige Botschaft ist: das Individuum im Mittelpunkt, der Teilnehmer entscheidet, wie er KI einsetzt im Arbeitsalltag, aber auch im Lernprozess.
Dieser Begriff human oder diese Bezeichnung human in the loop ist extrem wichtig. Jeder sollte in der Lage sein, reflektiert Ergebnisse zu bewerten, um dann auch KI sinnvoll einzusetzen. Das ist so eine ganz wichtige Botschaft. Teilnehmer im Mittelpunkt, reflektierter Umgang mit KI. Das ist uns ganz wichtig.
Christian Konz
Top Tipps: Was ist beim Lernen mit KI entscheidend
von Christian Konz
Tipp 1: Der Mensch bleibt im Mittelpunkt
Nicht die KI entscheidet, wie gelernt wird, sondern der Mensch. Jeder Teilnehmende entscheidet selbst, wann und wie KI im Lernprozess oder im Arbeitsalltag eingesetzt wird. Persönliches Lernen, Austausch und Interaktion bleiben dabei zentral.
Tipp 2: KI-Ergebnisse reflektiert bewerten
„Human in the loop“ ist für Christian eine wichtige Voraussetzung für den sinnvollen Einsatz von KI. Ergebnisse sollten nicht einfach übernommen, sondern geprüft, bewertet und mit der eigenen fachlichen Kompetenz verbunden werden.
Tipp 3: Lernen über das Seminar hinaus weiterführen
KI im Seminar kennenzulernen ist nur ein erster Schritt. Wer hilfreiche Workflows, Assistenten oder neue Arbeitsweisen entwickelt, kann diese anschließend weiterführen und Erfahrungen auch im eigenen Team, in der Abteilung oder Organisation teilen.
Tipp 4: Ausprobieren und den nächsten Schritt gehen
Wie Lernen mit KI in einigen Jahren aussehen wird, lässt sich heute noch nicht abschließend beurteilen. Umso wichtiger ist für Christian die Bereitschaft, sich auf den nächsten Schritt einzulassen, Dinge auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln. In einem sicheren Lernrahmen kann daraus vor allem eines entstehen: neues Lernen.
Fazit: KI verändert Lernen – wenn wir uns darauf einlassen
KI kann Wissen nicht nur schneller zugänglich machen. Sie kann neue Ideen anstoßen, bei konkreten Aufgaben unterstützen und den Transfer in den Arbeitsalltag begleiten. Entscheidend ist dabei nicht, möglichst viel an die KI abzugeben, sondern sie bewusst als Lernbegleiter und Sparringspartner einzusetzen.
Der Mensch bleibt im Mittelpunkt: mit seiner Erfahrung, seiner fachlichen Kompetenz und seiner Fähigkeit, Ergebnisse zu reflektieren und Entscheidungen zu treffen.
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