Ziel des Lean Managements ist es, den gesamten Geschäftsbetrieb so auszurichten, dass zu jeder Zeit eine Wertschöpfung für den Kunden generiert wird. Somit sollen End-to-End-Prozesse geschaffen werden, die zu möglichst wenig Verschwendung von Ressourcen führen. Ferner ist ein Managementsystem aufzubauen, welches diese Prozesse über die Zeit unterstützt und verbessert.
Daniel T. Jones, der Co-Autor des internationalen Bestsellers Lean Thinking, äußerte jedoch auf der „Production Systems Conference 2004“ in Stuttgart, dass für ihn Lean Management in Deutschland bisher eher eine Enttäuschung gewesen ist: Obwohl viele Unternehmen in der Produktion schlanke Prozesse etabliert haben, so sind in den administrativen Bereichen hingegen – und dies bei Produktions- und Dienstleistungsunternehmen gleichermaßen – immer noch erhebliche Potenziale zu heben. Wieso haben also andere Unternehmensbereiche scheinbar recht wenig aus den Erfahrungen der Produktion gelernt? Eine der Hauptursachen ist, dass nicht alle Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingebunden sind. Heute erleben wir in Deutschland eine zweite Welle von Lean Management, besonders in den administrativen Bereichen.
Studien des Fraunhofer Instituts und des KAIZEN Institute Deutschland zeigen, dass in den Büros Produktivitätspotentiale von 30% liegen. (siehe auch Artikel »Lean Office – Der Produktivitätssprung in der Verwaltung)
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