Außerdem hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt die Krankenkassen zu mehr Effizienz und zu einer Überprüfung ihrer Personalkapazitäten angehalten. Dass sie dieser Aufforderung Folge leisten, darüber wacht unter anderem das Bundesversicherungsamt (BVA) in Bonn: Die Kassen müssen ihre Stellen- und Haushaltspläne dem BVA zur Genehmigung vorlegen. Und ohne Personalbemessung werden zusätzliche Stellen künftig nicht mehr genehmigt. Die BKK Essanelle fackelte daher nicht lange. Als eine der ersten Krankenkassen überhaupt startete sie im August 2006 das Pilotprojekt in der Leistungsabteilung.
Rat und Unterstützung suchte sie bei der ibo Beratung und Training GmbH in Wettenberg bei Gießen. Die Gründe: „Wir hatten weder eigene Ressourcen noch die nötige Sachkompetenz“, sagt Heinz Hommel. Und da die Düsseldorfer „das schlüssige Konzept“ der Wettenberger überzeugte, entschied sich die Krankenkasse für die ibo-Berater.
Für das Pilotprojekt wurden zunächst 4 Teams mit jeweils 10 bis 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Leistungsabteilungen in Düsseldorf und der Filiale in Hannover ausgesucht. Um etwaiges Misstrauen gar nicht erst aufkommen zu lassen, „sind wir sehr offen mit dem Thema umgegangen“, sagt Heinz Hommel. So war der Personalrat von Anbeginn informiert und während der gesamten Projektdauer involviert. Außerdem kommunizierte die Krankenkasse klipp und klar, dass es nicht um Personalabbau geht. Vielmehr sollte untersucht werden, ob die Auslastung in allen Abteilungen gleich sei. Ein Übriges tat der vertrauensvolle Umgang der ibo-Berater mit den betroffenenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.